Kurfürst Johann der Beständige

Mittwoch, 4. März 2009 |  Autor:

Er war der vierte Sohn von Kurfürst Ernst. Die alleinige Herrschaft trat Johann 1525 an, nachdem sein Bruder, Kurfürst Friedrich der Weise, gestorben war. Zuvor hatte er gemeinsam mit seinem Bruder seit 1486 regiert, nachdem ihr Vater gestorben war.

In der Zeit wo er gemeinsam mit seinem Bruder regierte wurden sämtliche wichtigen Entscheidungen gemeinsam gefällt. Manchmal kam es daher zu Verzögerungen bei der Entscheidungsfindung, doch konnten dadurch störende Familienstreitigkeiten zwischen den Brüdern vermieden werden.

1521 ließ sich Johann in Weimar nieder, von wo aus er die thüringischen, fränkischen und vogtländischen Landesteile regierte. Da er sich mit Finanzen und Verwaltung recht wenig beschäftigte, wird die unter ihm angesiedelte Verwaltung als recht korrupt beschrieben.

Gegenüber der damals ausbrechenden Reformation, die im sächsischen Kurfürstentum ihren Ausbruch erlebte, verhielt sich Kurfürst Johann sehr wohlwollend. So unterhielt er eine recht freundschaftliche Beziehung zu Martin Luther.

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Im Jahre 1527 wurde er Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche, die in selbigem Jahr gegründet wurde. Er gehörte 1529 zu den in der Minderheit befindlichen protestantischen Fürsten auf dem Reichstag zu Speyer. Zudem wurde der zur Verteidigung des Protestantismus gegründete Schmalkaldische Bund von ihm angeführt.

1532 starb Kurfürst Johann der Beständige und wurde in der Schloßkirche zu Wittenberg beigesetzt.

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Thema: Fürstenzug

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