Archiv für die Kategorie » Fürstenzug «

Kurfürst Johann Georg II.

Freitag, 20. Mai 2011 | Autor:

Als Sohn des Kurfürsten Johann Georg I. wurde er 1613 in Dresden geboren. 1656 wurde er Kurfürst von Sachsen und legte als erster seinen Schwerpunkt auf das Gebiet von Kultur und Kunst, aber auch auf die Förderung der Wirtschaft.

Er bewies schon als Kurprinz eine große Vorliebe für Kunst und Kultur, insbesondere italienische Musik. Dank ihm wurde Dresden erstmals zu einem europäischen Kulturzentrum und auch die Dresdner Hofkapelle wurde durch ihn gegründet.

Von der Fruchtbringenden Gesellschaft, in die er 1658 aufgenommen wurde, erhielt er den Beinamen der Preiswürdige.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Seine Wirtschaft war durch den Wiederaufbau Dresdens geprägt. neue Einnahmen kamen unter anderem von dem Silber des Erzgebirges aber auch von Manufakturen die sich wieder etabliert bzw. neu entwickelt hatten. Das alles füllte die Fürstenkasse, doch er starb 1680 hochverschuldet. Durch seine großen Ausgaben für den kulturellen Bereich führte er 1660 ein Staatsbankrott herbei.

Außenpolitisch hinterließ er eher geringfügige Maßnahmen, in Hinblick auf die großen Kurfürsten Sachsens.

Er hinterließ zwei Töchter und einen Sohn, der 1680 Kurfürst von Sachsen wurde.

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Kurfürst Johann Georg III.

Montag, 6. September 2010 | Autor:

Johann Georg III. wurde 1647 geboren und vom Kindesalter gemäß eines Kurfürsten erzogen, dazu gehörten vor allem Sprachunterricht und das Erlernen von Kriegskunst. Für letzteres interessierte er sich mit großer Leidenschaft und führte bereits als Kurprinz die sächsische Streitkräfte im Rheinfeldzug an. Wegen seines großen Interesses an Militärischem Handeln bekam er den Beinamen „sächsischer Mars“.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Die gute Beziehung zu Frankreich gab er auf und versuchte andere deutsche Fürsten für einen Reichskrieg gegen Frankreich zu gewinnen. 1690 übernahm den Oberbefehl der Reichsarmee, große Erfolge blieben jedoch aus.

Im September 1691 starb er, an einer Seuche, in Tübingen.  Er hinterließ zwei legitime und einen illegitimen Sohn.

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Kurfürst Johann Georg I.

Montag, 12. Oktober 2009 | Autor:

Mit nur 26 Jahren übernahm Johann Georg I. nach dem plötzlichen Tod seines jungen Bruders, Christian II., den Thron. Unter ihm wurde in Dresden eine Reichspolitik fortgesetzt, deren Wurzel bis in die 1540er Jahre zurückreichen.

Johann Georg sah sich selbst als ausführendes Organ des Staates, er repräsentierte das jeweilige Kräfteparallelogramm im Geheimen Rat. Nach Außen bracht er zuverlässig das für aktuell richtig Erkannte.

Wie auch seinem Vater und seinem Bruder wird Johann Georg I. eine starke Neigung zum Alkohol nachgesagt. Er wurde mit dem Namen „Bierjörg“ verspottet.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Er starb am 8.10.1656 in Dresden. Seinen Söhnen hinterließ er ein jeweils abgetrenntes eigenes Herzogtum (Sachsen-Merseburg, Sachsen-Weißenfels und Sachsen-Zeitz).

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Kurfürst Christian II.

Montag, 12. Oktober 2009 | Autor:

Christian II. kam als erstes von sechs Kindern des Kurfürsten ChristianI. und der Brandenburgerin Sophie 1583 zur Welt. Da er zum Zeitpunkt des Todes seines Vaters erst 8 Jahre alt war, kam es zur Regentschaft, sein Großvater der Kurfürst Johann Georg von Brandenburg und sein nächster Verwandter Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen-Weimar. Doch die Kurfürstinwitwe Sophie bestimmte noch ein wenig mehr über die Geshicke von Sachsen als die Regenten.

Christian II. wurde im Sinne eines strikten und engstirnigen Luthertums erzogen. Der dickliche Junge galt als einfältig und verwöhnt und wurde so dem heimlichen Spott der Höflinge ausgesetzt. Er blieb sein Leben lang ein Spielball anderer. Seine Umgebung gab ihm vor wie er zu regieren hat.

Von seinem Vater erbte er nicht nur den Hang zum banalem Zeitvertreib sondern auch die Trunksucht, die seinem Verstand noch mehr zusetzte.

Festumzug 800 Jahre Dresden

1602 heiratete er die dänische Prinzessin Hedwig. Der Prachtaufwand der Hochzeit sorgte in ganz Europa für Aufsehen. Auch sonst war das Signum der Herrschaft von Christian II. höfischer Prunk, rauschende Feste und reichhaltige Gelage.

Während eines Ritterspiels 1611, bei dem er selbst die Rüstung anlegte und gegen einige Gegner kämpfte starb der nur 28 Jahre alte Kurfürst. Man geht davon aus das die Bewegung unter der Sommerhitze dem beleibten Mann nicht bekam.

Wegen seine kinderlosen Ehe mit Sophie, folgte ihm sein Bruder Johann Georg auf den Thron.

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Kurfürst August I.

Samstag, 3. Oktober 2009 | Autor:

Als zweiter Sohn des Herzogs Heinrich von Sachsen übernahm August im Jahr 1553, nach dem plötzlichen Tod seines sohnlosen Bruders, den Thron und war von dortan bis zu seinem Tod Kurfürst von Sachsen. Durch kluges Ausbauen des politisch-millitärischen Staates seines Bruders gelang es ihm unter anderem Domänen im Wert von 700.000 Gulden zu erwerben. 1555 wurde er zum Obersten des Obersächsischen Reichskreises gewählt.

Zusammen mit katholischen Kaisern aus dem Haus Habsburg kämpfte er ,mit einer unbarmherzigen Härte ,gegen den Calvinismus, in ihm sah er eine große Bedrohung für seinen Glauben. In seiner Regierung zeigen sich frühkapitalistischer Züge. August war ein erfolgreichen Wirtschaftspolitiker, der mit Schul- und Kirchenordnung und zahlreichen Gesetzen für ein sehr geregeltes Leben im Land sorgte.

Seine Bautätigkeit in Dresden zeigt das Zeughaus von 1559 das als Vorgänger des Albertinums gilt. Desweiteren ließ er das Kanzleihaus am Residenzschloss errichten. 1573 ließ er die mächtige Festung Augustusburg bei Chemnitz und 1575 die Annaburg bauen.

Seine Leidenschaft war jedoch die Wissenschaft. Er trug rund 100.000 Exponate (Globen, Uhren, Gemälde, Instrument,…) in seiner Kunstkammer zusammen. Damit begründet er viele Dresdner Museen.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Mit seiner ersten Frau Anna, Tochter des Königs Christian III. von Dänemark, hatte August 15 Kinder. 

Er starb am 11.02.1586 und wurde nach 33 Jahren Amtszeit im Dom St. Marien Freiberg beigesetzt.

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