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Das Lingnerschloß in Dresden

Samstag, 25. September 2010 | Autor:

Das mittlere der drei Elbschlösser in Dresden ist das sogenannte Lingnerschloß, das ursprünglich Villa Stockhausen hieß. Das Gebäude wurde Mitte des 19. Jahrhunderts im Auftrag von Prinz Albrecht von Preußen erbaut und von seinem Kammerherrn Freiherr von Stockhausen und dessen Familie bewohnt. Nachdem Tode des Freiherrn bewohnte dessen Familie die Villa noch bis 1891.

Danach wechselte das Gebäude den Eigentümer und der Dresdner Industrielle Bruno Naumann übernahm das Gebäude, bevor es 1906 in das Eigentum von Karl August Lingner, dem Erfinder von “Odol”, überging. Als dieser 1916 starb, vererbte er das im Volksmund als “Lingnerschloß” bekannte Haus der Stadt Dresden.

Lingnerschloß

In den kommenden Jahren wurde das Lingnerschloß von verschiedenen Nutzergruppen genutzt, wurde teilweise als Kinderheim genutzt und war whrend des zweiten Weltkriegs auch Hilfskrankenhaus für Kriegsverletzte.

Nach dem Krieg wurde es zuerst von der sowjetischen Militäradministration genutzt. Danach war es zeitweilig Studentenwohnheim der Dresdner Kunstakademie.

Ab 1955 bis 1993 wurde es von dem durch Manfred von Ardenne ins Leben gerufenen “Dresdner Klub” genutzt.

Seit 2002 gibt es einen gemeinnützigen Verein, der das im zweiten Weltkrieg unbeschädigt gebliebene Lingnerschloß sanieren und der breiten Öffentlichkeit wieder zugänglich machen möchte. Dazu werden derzeitig spenden gesammelt, die Arbeiten sind bereits angelaufen.

Die Stadt Dresden hat 2004 einen Erbpachtvertrag mit dem Verein für 66 Jahre geschlossen, sodaß dieser sich nun der Sanierung des Lingnerschlosses widmen kann.

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Schloß Eckberg

Dienstag, 21. September 2010 | Autor:

Eines der drei Elbschlösser bei Dresden ist das Schloß Eckberg. Es wurde zwischen 1859 und 1861 als Fabrikantenvilla im Tudorstil erbaut. Auftraggeber war damals John Daniel Souchay. Den Namen Eckberg erhielt das imposante Gebäude erst später. Dieser begründete sich darauf, weil das Schloß auf einem Felsvorsprung erbaut worden war.

Schloß Eckberg

Später wohnte dort der Apotheker Ottomar Heinsius von Mayenburg, der Erfinder der Zahnpastamarke “Chlorodont”. Zu DDR-Zeiten wurde das Schloß als Jugendtouristhotel genutzt. Nach der Wende wurde das Gebäude zu einem Hotel und Restaurant der gehobenen Klasse umgewandelt.

Das Schloß Eckberg ist über die zum Stadtteil “Weißer Hirsch” führende Straße zu erreichen und ist das am weitesten stadtauswärts gelegene Elbschloß.

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Sächsische Dampfschiffahrt

Montag, 13. September 2010 | Autor:

Neben all den baulichen Anlagen hat Dresden noch etwas anderes zu bieten: die Sächsische Dampfschiffahrt als Betreiberin der ältesten und größten Schaufelraddampferflotte der Welt. Neun Schaufelraddampfer sowie je zwei große und zwei kleine Motorschiffe gehören zur Flotte der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Dampfer "Dresden" und "Leipzig"

Gefahren wird auf der Elbe zwischen Seußlitz und Bad Schandau.

Die Schaufelraddampfer wurden zwischen 1879 (Personendampfer “Stadt Wehlen”) und 1929 (Personendampfer “Leipzig”) gebaut. Abgesehen vom Personendampfer “Diesbar” werden alle Schiffe heute mit Öl befeuert, die “Diesbar” besitzt noch eine Kohlefeuerung.

Die Sächsische Dampfschiffahrt bietet in den der wärmeren Jahreszeit ein umfangreiches Fahrtprogramm an, das in den kalten Wintermonaten stark eingeschränkt fortgeführt wird.

Jedes Jahr im Mai findet die Dampferparade statt, bei der alle Dampfschiffe gleichzeitig unterwegs sind. Die Dampferparade ist sehr beliebt und die Fahrten sind daher auch immer recht schnell ausgebucht.

Zahlreiche Sonderfahrten, z.B. zu Ostern oder mit Livemusik von Dixielandbands, finden in aller Regelmäßigkeit statt.

Nicht nur für Technikfreaks ist eine Fahrt mit einem der Schaufelraddampfer zu empfehlen, denn die befahrenen Routen bieten auch landschaftlich zahlreiche schöne Ausblicke. Hier kann man abschalten vom Alltagsstreß und einmal die Natur genießen. Ich erinnere mich noch gerne an die Fahrten mit den Dampfern, als ich im Kindergartenalter war und in der Sächsischen Scheiz mit meinen Eltern im Urlaub war.

Nähere Informationen zu den Schiffen, Routen und Fahrplänen der Sächsischen Dampfschiffahrt finden sich hier.

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Wasserwerk Saloppe

Donnerstag, 9. September 2010 | Autor:

Direkt an der Elbe gelegen befindet sich das Wasserwerk Saloppe. Es wurde 1875 erbaut und war das erste Trinkwasserwerk Dresdens. Noch heute ist das Wasserwerk Saloppe in Betrieb, wird aber nur noch zur Gewinnung von Brauchwasser für Infineon genutzt.

Das Wasserwerk befindet sich im Stadtteil Radeberger Vorstadt, allerdings in der Gemarkung Loschwitz. Unweit vom Wasserwerk erhebt sich das Schloß Albrechtsberg, eines der drei Elbschlösser.

Altes Wasserwerk Saloppe
Max. 12.000 Kubikmeter Trinkwasser können vom Wasserwerk Saloppe täglich geliefert werden.

Das Gebäude wurde im neoromansichen Stil nach Plänen des damaligen Dresdner Stadtbaurats Theodor Friedrich in den Jahren 1871 – 1875 errichtet. Die technische Ausstattung geschah nach Plänen des Ingenieurs Bernhard Salbach.

Bis 1945 war das Wasserwerk Saloppe in betrieb, wurde in diesem Zeitraum aber immer wieder den technischen Anforderungen angepaßt. 1949 wurde es wieder in Betrieb genommen und 19080 erneut rekonstruiert. 1993 wurde es als stillgelegt, da der Verschmutzungsgrad der Elbe die weitere Nutzung des Elbewassers als Trinkwassers nicht mehr ermöglichte. Allerdings wurde es 1995 als Wasserwerk zur Brauchwassergewinnung wieder in Betrieb genommen und erfüllt diesen Zweck bis heute.

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Garnisonskirche St. Martin in Dresden

Mittwoch, 8. September 2010 | Autor:

Von Touristen vielfach unbeachtet ist die Garnisonskirche St. Martin. Die Kirche wurde 1900 als Simultankirche ihrem Verwendungszweck übergeben. Simultankirche bedeutet, daß hier eine katholische sowie eine protestantische Kirche unter einem Dach vereint sind.

Die Kirche wurde damals für die in der Dresdner Garnison stationierten Soldaten in den Jahren 1895 – 1900 nach Plänen von William Lossow und Hermann Viehweger erbaut.

Garnisionskirche Dresden

Die Kirche diente bis 1945 der Garnison als Kirche. Danach wurde sie Heimstatt der katholischen St.-Franziskus-Xaverius-Gemeinde, deren Kirche durch die Bombenangriffe im Februar 1945 zerstört wurde.

Der evangelische Kirchenraum wird inzwischen nicht mehr als Kirche genutzt sondern dient als Aufbewahrungsort für die Sammlung des Puppentheaters.

Seit 1998 dient die Kirche wieder der katholischen und evangelischen Militärseelsorge, da in diesem Jahr die Offiziersschule des Heeres nach Dresden umzog.

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