Beiträge vom 3. Oktober 2009

Kurfürst August I.

Samstag, 3. Oktober 2009 | Autor:

Als zweiter Sohn des Herzogs Heinrich von Sachsen übernahm August im Jahr 1553, nach dem plötzlichen Tod seines sohnlosen Bruders, den Thron und war von dortan bis zu seinem Tod Kurfürst von Sachsen. Durch kluges Ausbauen des politisch-millitärischen Staates seines Bruders gelang es ihm unter anderem Domänen im Wert von 700.000 Gulden zu erwerben. 1555 wurde er zum Obersten des Obersächsischen Reichskreises gewählt.

Zusammen mit katholischen Kaisern aus dem Haus Habsburg kämpfte er ,mit einer unbarmherzigen Härte ,gegen den Calvinismus, in ihm sah er eine große Bedrohung für seinen Glauben. In seiner Regierung zeigen sich frühkapitalistischer Züge. August war ein erfolgreichen Wirtschaftspolitiker, der mit Schul- und Kirchenordnung und zahlreichen Gesetzen für ein sehr geregeltes Leben im Land sorgte.

Seine Bautätigkeit in Dresden zeigt das Zeughaus von 1559 das als Vorgänger des Albertinums gilt. Desweiteren ließ er das Kanzleihaus am Residenzschloss errichten. 1573 ließ er die mächtige Festung Augustusburg bei Chemnitz und 1575 die Annaburg bauen.

Seine Leidenschaft war jedoch die Wissenschaft. Er trug rund 100.000 Exponate (Globen, Uhren, Gemälde, Instrument,…) in seiner Kunstkammer zusammen. Damit begründet er viele Dresdner Museen.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Mit seiner ersten Frau Anna, Tochter des Königs Christian III. von Dänemark, hatte August 15 Kinder. 

Er starb am 11.02.1586 und wurde nach 33 Jahren Amtszeit im Dom St. Marien Freiberg beigesetzt.

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