Beiträge vom » Februar, 2009 «

Herzog Albrecht der Beherzte

Donnerstag, 26. Februar 2009 | Autor:

Er war der jüngere Sohn von Kurfürst Friedrich dem Sanftmütigen. Als er zwölf Jahre alt war wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Ernst durch Kunz von Kauffungen geraubt. Allerdings ist das dem Kunz nicht wirklich gut bekommen.

Als Friedirch der Sanftmütige 1464 starb, übernahmen Ernst und Albrecht gemeinsam die Herrschaft über Sachsen. Sie begannen 1471 mit dem Bau eines neuen Residenzschlosses in Meissen, daß seit 1476 als Albrechtsburg bezeichnet wird.

1483 fiel die Landgrafschaft Thüringen an die beiden Brüder. Das führte zu einem Teilungsvertrag, der 1485 festgeschrieben wurde. Albrecht übernahm daraufhin die Mark Meißen und bezahlte seinem Bruder 50.000 Gulden in bar und trat ihm zudem das Amt Jena ab.

Ernst erhielt u.a. das Herzogtum Sachsen-Wittenberg mit dem auch die Kurfürstenwürde verbunden war.

Albrecht ward von Kaiser Friedrich III. zum “gewaltigen Marschall und Bannerträger” ernannt. Er führte die kaiserlichen Truppen im Krieg gegen Karl den Kühnen von Burgund sowie gegen König Matthias von Ungarn.

Festumzug 800 Jahre Dresden

1488 erhielt er von Maximilian I. die Statthalterschaft über die Niederlande. 1498 kam die Erbstatthalterschaft über Friesland hinzu.

Nachdem sein Sohn 1500 belagert worden war, eilte er ihm mit einem Heer zu Hilfe. Durch den Ausbruch einer Seuche im sächsischen Heer starb er dann am 12. September 1500 in Emden. Sein Herz verblieb ihn Emden, während sein Körper im Meißener Dom beerdigt wurde.

Auf dem Foto sehen wir Albrecht den Beherzten am rechten Rand reiten.

Thema: Fürstenzug | Beitrag kommentieren

Kurfürst Friedrich II. von Sachsen

Mittwoch, 25. Februar 2009 | Autor:

Am 22.08.1417 wurde Friedrich II. in Leipzig geboren. Im Alter von 16 Jahren übernahm er gemeinsam mit seinen Brüdern Wilhelm III., Heinrich und Sigismund die Regierungsgeschäfte.

Die seit längerem schwelenden Kriege mit den Hussiten wurden 1433 beigelegt. Nachdem Heinrich uns Sigismund gestorben waren, teilten Wilhelm III und Friedirch II. das Herrschaftsgebiet unter sich auf. Es kam jedoch zu Streitigkeiten die im Jahre 1446 zum Sächsischen Bruderkrieg führten. Erst im Januar 1451 fand dieser mit dem Frieden von Naumburg ein Ende.

Festumzug 800 Jahre Dresden

1459 legten Kurfürst Friedrich II., Herzog Wilhelm von Sachsen sowie der König von Böhmen Georg von Podiebrad die Grenze zwischen Böhmen und Sachsen auf der Höhe des Erzgebirges und der Mitte der Elbe fest. Diese Grenze ist die am längsten existierende Grenze in Europa.

Kurfürst Friedrich war Vater von neun Kindern. Auf dem Foto ist er im Vordergrund reitend zu sehen.

Thema: Fürstenzug | Beitrag kommentieren

Markgraf Friedrich der Streitbare

Dienstag, 17. Februar 2009 | Autor:

Im Jahre 1370 kommt er als ältester Sohn von Markgraf Friedrich II. von Meißen zur Welt. Elf Jahre später übernimmt er, damals gemeinsam mit seinen Brüdern Georg und Wilhelm, die Regierungsgeschäfte. Nachdem seine Brüder gestorben waren, war er alleiniger Herrscher über Meißen, Sachsen und Thüringen.

Den Beinamen “der Streibare” bekommt er in Bezug auf die Art und Weise wie er seine Ansprüche gegenüber König Wenzel und später König Sigismund durchsetzt. Erst als die Hussiten in Sachsen einfallen, beenden König Sigismund und Markgraf Friedrich III. ihre Streitigkeiten.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Als Dank für seine Hilfe im Kampf gegen die Hussiten erhält er u.a. das Herzogtum Sachsen-Wittenberg. Damit verbunden ist die Ernennung zum Kurfürsten. Er gehört damit zu den sieben wichtigsten Fürsten in Deutschland, die aus ihren Reihen den König wählen.

In Sachsen regiert er seitdem als Kurfürst Friedrich I.

Im Jahre 1428 stirbt Kurfürst Friedrich I. und wird als erster Wettiner in der Domkapelle zu Meißen beigesetzt.

Thema: Fürstenzug | Beitrag kommentieren

Friedrich II. der Ernsthafte

Samstag, 14. Februar 2009 | Autor:

Im Jahr 1310 als Sohn Friedrich des Freidigen und Elisabeth von Arnshaugk geboren, trat Friedrich II. der Ernsthafte im Alter von 13 Jahren die Nachfolge seines verstorbenen Vaters an.

Hierzu gehörte die Markgrafschaft Meißen und die Landgrafschaft Thüringen, welche er unter der mütterlichen Vormundschaft regierte.

Durch die Heirat mit Mechthild von Bayern wurde Friedrich II. der Ernsthafte zum Schwiegersohn des deutschen Kaisers Ludwig.

Zur Hochzeit erhielt er als Mitgift das Pleißenland und die Grafschaft Altenburg mit den Reichsstädten Altenburg, Zwickau und Chemnitz.

Nunmehr wurde Altenburg zu einem wichtigen Sitz der Wettiner.

Nach dem Tod des deutschen Kaisers Ludwig wurde Friedrich der Ernsthafte die kaiserliche Krone angetragen, welche er jedoch nach kluger und nüchterner Einschätzung der Kräfteverhältnisse ausschlug.

Friedrich der Ernsthafte beschränkte sich auf die Festigung seiner Herrschaft.

Festumzug 800 Jahre Dresden

Als er im Vorfeld des Hundertjährigen Krieges 1338/39 mit König Edward III., Verbündeter des deutschen Kaisers Ludwig, nach Frankreich zog, empfing er unterwegs vom englischen König den Ritterschlag.

Auf der Reise der Beiden ging es um die englischen Besitzungen in Frankreich. Zu ernsthaften kriegerischen Auseinandersetzungen kam es jedoch nicht.

Friedrich der Ernsthafte wurde für seine Politik und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Aufschwung bekannt. Er setze sich gegen das Raubritterwesen in seinem Land ein, wobei er 1332 die freie Verfügungsgewalt über die Verkehrsverbindungen erzielt hatte.

Der Schutz der durch die Lande ziehenden Händler und Kaufleute war ihm ein wichtiger Aspekt.

Als 1348 die Pest über das Land hereinbrach gab auch teilweise Friedrich der Ernsthafte die Veranlassung zum Feuertod der Juden in Dresden und weiteren thüringischen Städten. Damals wurden die Juden aus Unwissenheit und Glaubenshass beschuldigt, den schwarzen Tod über das Land gebracht zu haben.

Friedrich der Ernsthafte starb am 18. November 1349 auf der Wartburg und wurde im Kloster Altzelle bei Nossen beigesetzt. Den Beinamen der Ernsthafte verdankte er möglicherweise den Verdiensten um die Archivierung des markgräflichen Urkundenbestandes, welches von seinem Notar, Johann von Eisenberg im Jahr 1330 angelegt wurde.

Thema: Fürstenzug | Ein Kommentar

Markgraf Friedrich der Freidige (der Gebissene)

Donnerstag, 12. Februar 2009 | Autor:

Als Sohn Markgraf Albrecht II. verdanken die Wettiner ihm das Fortbestehen der Territorialmacht.

Den Beinamen “der Gebissene” verdankt er der Sage nach seiner Mutter (Margaretha von Staufen). Sie biss ihm bei der Flucht vor dem Gemahlen von der Wartburg 1270 in die Wange.

Der Zusatz “der Freidige” steht für -frisch,tapfer-.

In frühester Kindheit wurde ihm die Krone des süditalienischen Stauferreiches angetragen, welche aber letzlich an familiären Aspekten und dem päpstlichen Widerstand scheiterte.

Festumzug 800 Jahre Dresden

So blieb ihm 1281 die Pfalzgrafschaft Sachsen.

Nach unzähligen Querelen, Kriegen, glücklichen Umständen und nicht zuletzt durch die Heirat mit der 30 Jahre jüngeren Elisabeth von Lobdeburg-Arnshaugk, besaß Friedrich der Freidige nun wieder beachtliche Gebiete.

Im Vertrag von Tangermünde 1312 musste er sich jedoch seine Freiheit (nach Gefangenschaft des Markgrafen Waldemar) mit Silber und der Abtretung der Mark Lausitz erkaufen.

Erst durch den Magdeburger Frieden wurde diese erneute Fede beigelegt.

Durch einen Schlaganfall gelähmt starb Friedrich der Freidige am 16. November 1323 im Alter von 66 Jahren.

Auf dem Foto ist er links mit rotem Umhang zu sehen.

Thema: Fürstenzug | Beitrag kommentieren

Bad Behavior has blocked 37 access attempts in the last 7 days.